Presse-Spiegel


Pressekurztext

Komplementärmedizin und Patientenautonomie
Dieser Text kann honorarfrei nach Absprache übernommen werden.

Als der norddeutsche Künstler Jens Rusch 2005 den Tsunami-Brennpunkt Khao Lak in Thailand besuchte, wollte er lediglich mitbestimmen, wofür die 20 000.- € verwendet würden, die er mit einem Charity-Konzert in seiner Heimatstadt Brunsbüttel erwirtschaftet hatte. Die Lufthansa hatte den Flug gesponsert und er war entschlossen, die Gelegenheit zu nutzen, um sich in einem südostasiatischen Land nach den Möglichkeiten naturmedizinischer Behandlungsmethoden für seine Eigentherapie zu informieren. Er hatte eine Krebs-Tortur mit ungewissem Ausgang überstanden und litt noch erheblich unter den Folgen von Chemotherapie und radiologischer Behandlung. Insbesondere die inzwischen nicht mehr praktizierte Brachy-Therapie, bei der ihm 4 Bestrahlungselemente in die Zunge implantiert worden waren, hatte ihn an den Rand seiner Überlebensfähigkeit gebracht.
Man machte ihn auf eine Pflanze aufmerksam, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) das "Unsterblichkeitskraut" genannt wird. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet etwas nüchterner "Gynostemma pentaphyllum".
König Bhumibol Adulyadej war ein überzeugter Anhänger der TCM und hatte seine Mediziner und Wissenschaftler angewiesen, herauszufinden welche aus China stammenden Pflanzen in ihrer eigenen Klimazone gedeihen könnten. Schon dort erhielt Rusch die ersten Hinweise darauf, dass eine genetische Zucht durch Rhizome und Stecklingsvermehrung der weit lukrativeren Samenzucht vorzuziehen wäre. Dieses sei unerlässlich, wenn man ein Maximum an originären Wirkstoffen erhalten wolle, erfuhr er.

Rusch legte, noch ohne jegliche Vorkenntnisse, einige Jiaogulan-Rhizome zwischen nasse Tempo-Taschentücher in eine Plastiktüte und verstieß bei der Wieder-Einreise nach Deutschland gegen geltendes EU-Recht ohne es zu ahnen.
Wieder in Norddeutschland setzte er seine mitgebrachten Pflanzenteile in seinen kleinen Künstlergarten und nahm Kontakt zu einer holländischen Gentechnik-Firma auf. Er lebt in einem der grössten Kohl-Anbaugebiete Europas und wollte auf das Wissen der Spezialisten zugreifen. Wieder wurde ihm der Vorteil einer genomischen Vermehrung gegenüber der wirkstoffärmeren Samenzucht bestätigt und man half ihm mit weiteren wertvollen Ratschlägen. In der Firma gab es mehrere Krebsfälle und man war selbst am Gelingen des Künstler-Experimentes interessiert.
Im Internet waren zu diesem Zeitpunkt gerade einmal drei Beiträge über Jiaogulan zu finden, und diese auch noch in chinesischer Sprache und Schrift. Heute sind es über 1 980 000 !

Die Zucht gelang fulminant und durch seine unablässigen Experimente fand Rusch auch den idealen Dünger direkt vor seiner Haustür, an den Elbdeichen am Rande des Natur-Welterbes "Wattenmeer": Einfacher Schafdung, den er "Deich-Guano" taufte. Die Selbstherapie seiner eigenen Krebs-Folgen nahm einen deutlich besseren Verlauf durch den Genuss frischer Blätter, als durch den noch frei verfügbaren Tee. Er hatte seine Speicheldrüsen eingebüßt und man machte ihm keine Hoffnung, dass diese jemals regenerieren könnten. Weitere Symptome , wie beispielsweise "Fatique" , nahmen einen spürbar besseren Verlauf.

Er verschenkte nun seine Überproduktion an andere Krebsbetroffene, jährlich weit über 1000 Pflanzen, und erbat sich im Gegenzug Erfahrungsberichte der Betroffenen, um sich ein Bild von den Wirkungen in den unterschiedlichsten Formen von Krebserkrankungen machen zu können. Dabei stellte man fest, dass auch andere Krankheiten einen deutlich besseren Verlauf nahmen und führte das auf die sogenannten "Adaptogene" zurück, die sich äußerst positiv auf das körpereigene Immunsystem auswirken können.

Fernsehsender wurden auf seine Zucht aufmerksam und gleichzeitig erfuhr man geradezu schockiert von einer neuen EU-Richtlinie. Danach fällt der Import von Lebendpflanzen unter das sogenannte Bio-Invasions-Gesetz und wird unter Strafe gestellt. Plötzlich waren diejenigen, die bereits seit vielen Jahren ihre eigenen Pflanzen nach den Angaben des norddeutschen Künstlers weiter gezüchtet hatten, in einem ganz erheblichen Vorteil. Sie waren und sind autonom.

Das machten sich auch nach kurzer Zeit die Großgärtnereien, die auch weiterhin ungehindert die aus China importierten Samen in riesigen Mengen legal importieren durften, zunutze und behaupteten kurzerhand, auch ihre Pflanzen stammten angeblich aus einer vegetativen Weiterzucht. Doch nicht genug mit solchen Lügen, behaupteten einige Händler sogar, ihre Pflanzen würden aus dem genetischen Stamm des "Hobbygärtners" stammen. Da er seine Pflanzen bis dahin nur an einen einzigen Großzüchter weitergereicht hatte, konnte Rusch das am Anfang noch gut kontrollieren. Später verwischten sich diese Spuren, denn aufgrund der überwältigenden Nachfrage waren der Künstler und seine Frau gezwungen, die Pflanzen gegen eine Aufwandsentschädigung in einem eigenen Online-Shop zu veräußern. Nun konnte er nicht mehr kontrollieren, ob sich unter den vielen Bestellern nicht auch der eine oder andere Händler befinden mochte.

Ganz neue Probleme kamen auf das Künstler-Ehepaar zu. Beispielsweise die hohen Versandkosten in das Nicht-EU-Mitgliedsland Schweiz. Verständnislose Beschwerden, weil das Porto in die Schweiz die Kosten der bestellten Pflänzchen übersteige. Unzuverlässige Zusteller und säumige Zahler in osteuropäischen Ländern kamen hinzu. Ein Kosmos neuer Probleme.

Parallel organisierte Rusch eine inzwischen außerordentlich erfolgreiche Charity-Veranstaltung, die sogenannte Spaß-Veranstaltung "Wattolümpiade". Mit deren Erlös, inzwischen weit über 420 000.- Euro, finanzieren er und seine Freunde völlig transparent inzwischen ein Krebsberatungszentrum, initiierten Palliativ-Zimmer und Angehörigen-Wohnungen in mehreren Kliniken und veranstalten jährlich ihre Krebsinformationstage. Hierfür laden sie Experten für kompetente Fachvorträge aus Patientensicht ein. Sie bezahlten beispielsweise Flüge für Referenten, die aus Indien und Israel einreisten um über Cannabis-Derivate in der Schmerztherapie zu informieren. Dieses lange vor der Teil-Legalisierung von CBD und THC in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Blickwinkel des Krebsbetroffenen macht das besondere Credo dieser Veranstaltungen selbst dann noch aus, wenn  es sich um hochkompetente Vorträge handelt, wie kürzlich ein Referat über "Liquid Biopsy" deutlich zeigt. Inzwischen werden solche Vorträge von der Ärztekammer sogar als Fortbildung für niedergelassene Ärzte zertifiziert. Dabei wird leicht übersehen, dass es sich hierbei immer noch um eine Initiative von Krebsbetroffenen Laien und nicht von Medizinern handelt.

Einige deutsche Universitätskliniken sind  inzwischen der Komplementärmedizin, insbesondere der Phyto-Medizin gegenüber, durchaus aufgeschlossener geworden. Die hochangesehene Charité in Berlin richtete 2009 eine Stiftungsprofessur für Naturheilkunde und integrative Medizin ein. Auch deren Chefarzt steht auf der Wunschliste von Jens Rusch für die kommenden Krebs-Informationstage. Dieser vertritt nämlich die Ansicht, dass etablierten Krankenkassen und Versicherungen gut ein Drittel ihrer Kosten erspart blieben, wenn man den Patienten im Vorfelde einer kostspieligen Krebsbehandlung eine komplementäre Behandlung mit Naturheilmitteln ermöglichen würde. Sollte eine Chemotherapie dennoch unumgänglich sein, wären die Überlebenschancen eines Patienten, der zuvor sein Immunsystem fachkundig gestärkt hat, ungleich höher. Genau das ist auch das Credo des Künstlers.

Inzwischen hat er 19 Jahre seinen ganz persönlichen, schweren Krebs überlebt. Er führt das voller Überzeugung nicht nur auf die Fachkenntnisse seiner behandelnden Ärzte zurück, sondern auch sehr wesentlich auf seine ureigenen, selbst erstrittenen Kenntnisse naturmedizinischer Komplementärbehandlung.
Währenddessen verpackt sein Frau transportsichere Versandblister für krebsbetroffene Empfänger in Uganda, Brasilien und die Schweiz zurecht. Letztere holen sich die Pakete mit den Lebendpflanzen jedoch bevorzugt von Packstationen in Grenznähe ab, um Portokosten zu sparen.

 

 


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