Schon drei mittelgroße, frische Blätter reichen, um einen gesunden Tee aus frischen Blättern zu bereiten. Er ist geschmacklich nicht sonderlich attraktiv, deshalb sollten Sie ihn je nach Gusto mit anderen Teesorten mischen. Ingwer, Lemongras und Gewürztees verwendet man gern in den Ursprungsländern dafür.

Wichtig: Gießen Sie Ihre Jiaogulan-Tee grundsätzlich zweimal auf, denn die geöffneten Zellen setzen beim zweiten Aufguss weitere Wirkstoffe frei.

Der Tee sollte klar und transparent erscheinen, wer ihn kräftiger mag, sollte auch eine dezente Bitterkeit mögen.
Ansonsten schmecken die jungen Blätter nach jungen Erbsen, etwas größer nach Sauerampfer und groß und herb nach einem Anflug von Lakritz. Dieses jedoch so dezent, dass man ihn unaufdringlich mit anderen Teesorten mischen kann, ohne deren Geschmack stark zu beeinträchtigen.


Rezepte

In unserer Facebook-Gruppe "Jiaogulankultur" sammeln wir Rezeptvorschläge. Hier zunächst nur einige bildhafte Leckerbissen. Ausführliche Rezepte tragen wir zu einem Buch zusammen. Über den Erscheinungstermin informieren wir Sie auf dieser Seite.

"Geräucherte Forelle"

Rezept im Buch

"Hokaido"
"Hokaido"
"Hindukusch"
"Hindukusch"
"Pfifferlinge"
"Pfifferlinge"
"Bohnen an Rosmarin.Kartoffeln"
"Bohnen an Rosmarin.Kartoffeln"

"Farfalla"

Rezept im Buch

"Hirschgulasch"
"Hirschgulasch"
"Salat"
"Salat"
"Ratatouille"
"Ratatouille"
"Würstchen an Kohlrabi"
"Würstchen an Kohlrabi"

Tee-Zubereitung

"Mediterraner Gemüseteller"

Rezept im Buch

"Mariscos"
"Mariscos"
"Boulette"
"Boulette"
"Spinat"  Hier können sogar bereits zuvor als Tee verwendete Jiaogulan-Blätter final verwendet werden.
"Spinat" Hier können sogar bereits zuvor als Tee verwendete Jiaogulan-Blätter final verwendet werden.

Vom getrockneten Tee benötigen Sie je nach Geschmack ca. einen gehäuften Teelöffel auf einen Liter Wasser. Die Zubereitung erfolgt wie bei jedem anderen Tee. Kochend heißes Wasser sollten Sie aber nicht aufgiessen, um die Zellstrukturen nicht zu gefährden. Achten Sie ausnahmsweise einmal auf Ihre Körpersignale. Bei einer Überreaktion reduzieren sie die Menge einfach. Das kann sich ganz unterschiedlich mitteilen, beispielsweise durch leichtes Hüsteln oder Kratzen im Hals. Das kommt allerdings sehr selten vor, zumeist bei Vorschädigungen durch Bestrahlung oder Operation.


Jens Rusch benutzt persönlich eine noch schlankere Dosierung: Einen halben Teelöffel auf einen Liter, trinkt davon aber täglich über zweieinhalb Liter, weil seine Speicheldrüsen bei der radiologischen Behandlung zerstört wurden. Der Tee dient ihm also gewissermaßen als Speichelersatz.


Wollen Sie den Jiaogulan-Tee kalt genießen, empfiehlt sich eine dünnere Mischung. Wenn Sie ihn heiß genießen wollen, können Sie ihn nach Geschmack etwas stärker aufgießen. Unbedingt sollten Sie aber die Teeblätter zweimal aufgießen, denn man sagt, dass der zweite Aufguss eigentlich der stärkere sei, weil sich nun die Zellstrukturen geöffnet hätten.

In Thailand gießt man ihn sogar ein drittes Mal auf. Dort sagt man, er hätte dann vielleicht keine Wirkstoffe mehr, aber auf jeden Fall wären darin mehr Wirkstoffe, als in keinem Tee.

Auch wirft man die Teeblätter danach nicht weg, sondern mischt sie etwa unter Spinat, ins Tierfutter oder in die Topferde für Jiaogulan-Pflanzen. Tee, der eventuell zu lange gestanden hat und bitter geworden ist, benutzt man dort ebenfalls zum Gießen der Pflanzen.

Sie können anstelle des getrockneten Tees selbstverständlich auch Ihre frisch gepflückten Blätter aufgießen, ähnlich wie man es mit Pfefferminze macht. Dieser Aufguss ist aber ungleich kraftvoller und sie sollten zunächst stärker "verwässern".